Am 31 Oktober begeisterte Jamie Lidell zusammen mit seiner groartigen Band die kleine Gruppe an Leuten im Technikum Mnchen. Zuerst einmal mchte ich bemerken, wie groartig die Location ist. Lautstrke, Sound und Einrichtung sind einfach perfekt fr ein Soul Konzert. Zustzlich noch hatten die Leute echt Bock zu tanzen, vor allem die Mdels und Jungs von Buck Rogers and the Side Trackers. Es macht schon mehr Spa, wenn die Vorband den Mainact auch feiert und mit ins Publikum kommt.

Jamie Lidell selbst wirkt auf der Bhne erst einmal wie ein Nerd, der Photoshop Philipp, den sie nach drauen gelassen haben. Ganz im Gegenteil zu seiner Band, bei der ja wohl einer cooler als der andere ist. Der Schlagzeuger trgt Hawai Hemd, eine blinkende Reihe Goldzhne und immer ein Grinsen im Gesicht. Der Keyboarder hat die fetteste Goldkette der Welt, setzt nie die Sonnenbrille ab und grooved wohl so durchs Leben. Die Background Sngerin ist ja wohl die groartigste kleine schwarze Mama, die das Land je gesehen hat. Die zwei Jungs an Trompete und Saxophon sehen so aus, als htte Jamie sie gerade aus dem Jugendclub gezerrt und gezwungen hier zu spielen, obwohl sie bis zum letzten Song Coolio mig in der Ecke stehen.

Ok. Der viel zu gro geratene weie Junge, Jamie Lidell also, fngt dann doch irgendwann an zu singen, und dann wei man warum er da vorne steht. Eine gewaltige Stimme hat er. Die Songs springen hin und her zwischen Mitsingen und Mittanzen zu gemtlich in den armen liegen und die Stimme genieen. Bei den Songs vom Album Jim kann es dabei schon einmal richtig steil gehen. Auf jeden Fall hat dieser Mann so richtig was drauf, und ich bin froh extra einen Tag frher fr dieses Konzert aus Bordeaux zurckgeflogen zu sein.