Es gibt diese Bands, die kennt man ewig und hört sie beim Joggen, auf der Couch, wann immer ein neuer Song rauskommt, ist er cool und macht Spaß. St Paul & the Broken Bones waren für mich so eine Band. Ich habe die Tickets sofort gekauft, die neue Platte gehört bis zum Gehtnichtmehr, und als ich sah, dass sie „Proxy“ spielen würden auf der Setlist — mega Freude.
Was mich zuerst überraschte: Die fangen pünktlich um 20:30 an. Keine Minute zu spät. Im Strom, einem kleinen Club, wir ganz vorne — so nah, dass Paul Janeway sich beim ersten Song schon entschuldigte, weil er den Mann in der ersten Reihe möglicherweise anspucken würde. Die ersten vier Songs liefen eher gemäßigt an, aber dann — „Flow With It“ ging direkt durch die Decke und holte mich sofort ab. Bei „Proxy“ legten sie ein ultra langes Saxophon-Solo ein. Dabei schaffte er es wirklich kaum seine Mitspieler an der Reihe zu behalten. Ähnlich zu J Pellegrino bei Too Many Zooz baute er eine schnelle Okataven Stafette nach der anderen ein und nahm das Pulblikum so richtig mit. Das war ein mega Solo, und direkt danach ging es mit Oh-Wee wieder in die vollen.
Was mich übers ganze Konzert faszinierte: der Bass. Das war völlig irre — nicht dumm-dumm-dumm-dumm, sondern melodisch, rhythmisch wanderbar, immer in alle Richtungen nach oben und unten, immer mit dem Sänger wechselnd. Und Amari Ansari am Bass lieferte so ab, dass seine Kollegen kaum noch mithalten konnten — verrückte Soli, abgehackte Sachen, gestaffelte Oktaven. Das war Spaß beim Zuschauen.
Der absolute Liebingsmoment: Vor der Zugabe spielte der Schlagzeuger ein Solo und heizte das Publikum mit einer zweiminütigen pantomimischen Einlage ein — Arme, Klatschen, Schreien, Clicken — das ganze Publikum mitgenommen. Das erste Schlagzeug Solo dass ich je gesehen habe, dass komplett vom Publikum begleitet wurde.
Beim nächsten Song ließ sich Paul Janeway eine Leiter bringen, zog einen Glitzer-Paillettenanzug an und performte mitten im Publikum wie ein Priester, während die Band auf der Bühne weiter spielte. Dann noch Posaunen-Solo, Piano-Solo — echtes Jammen, keine durchgestylten Sachen.
Nach 90 Minuten war Schluss. Volle Power, nur Hits, sehr very nice.
There are these bands you listen to forever — and suddenly they’re playing in Munich. St Paul & the Broken Bones were that kind of band for me. I bought tickets immediately, listened to the new album non-stop, and when I saw they’d play „Proxy“ — huge excitement.
What struck me first: they started right on time at 20:30. Not a minute late. At the Strom, a small club, we were right up front — so close that Paul Janeway apologized on the first song in case he’d spit on the guy in the front row. The first four songs started pretty low-key, but then — „Flow Reset“ went straight through the roof and grabbed me immediately. On „OBI“ they laid down an ultra-long saxophone solo.
What fascinated me throughout the whole show: the bass. That was absolutely crazy — not boom-boom-boom-boom, but melodic, rhythmically wandering, always moving in all directions up and down, always switching with the singer. And Amari Ansari on bass delivered so hard that his bandmates could barely keep up — wild solos, choppy stuff, stacked octaves. That was a joy to watch.
The absolute favorite moment: before the encore, the drummer played a solo and hyped the crowd with a two-minute pantomime act — arms, clapping, screaming, clicking — the whole crowd in on it. Then Paul Janeway had a ladder brought out, put on a glittery sequin suit and performed right in the middle of the crowd like a priest while the band kept playing on stage. Then a trombone solo, a piano solo — real jamming, nothing over-rehearsed.
After 90 minutes it was done. Full power, nothing but hits, very very nice.
Marvin → Nothing More
Flow With It
Fall Moon
Ooo-Wee
Sexy → Call Me
Loving Wrong
Sitting in a Corner
Proxy
Sushi Intro → Sushi & CC
Waves
Unfunky UFO
Like a Mighty River
Payback → Apollo