Zuletzt habe ich zwei verschiedenen Konzerten, die beide sehr ruhig anmuteten. Das erste Konzert war ein Piano, Orgel, E-Piano Konzert des Komponisten Nils Frahm. Seine Musik hre ich vor allem zum ‘runterkommen und arbeiten. Er ist ein groartiger Pianist und nutzt verschiedene Wege mit Tasteninstrumenten schne, angenehme Klnge zu erzeugen. Besonders sein Album “Screws” hat es mir angetan. Nach langem Ringen besuchte ich dieses Konzert am Samstag Abend in der Muffathalle. Leider musste ich gleich erst einmal feststellen, dass die Vorband super schrecklich langweilig war. Darauf musste man sich dann wohl auch fr den Mainact einstellen.

Nils Frahm spielte sogleich allerdings gleich los und verlor nur wenige Stze ber seine “langweilige Piano Musik”. Das kleine Problem an dem Konzert war, dass es nicht bestuhlt war. Diese Klnge im Stehen zu berstehen, ohne Einzuschlafen ist tatschlich sehr sehr schwierig. Hinten im Saal bildete sich eine groe Gruppe von Menschen, die sitzen und genieen wollten. Leider war auch das aufgrund der unfassbar lauten Bar und sehr leisen Musik nicht mglich. Im Nachhinein muss man den Leuten vom Muffatwerk hier jegliches Gefhl fr die Organisation eines Pianokonzerts absprechen. Nach etwa einer Stunde verlieen wir das Konzert, da es so einfach nicht mglich war die Musik zu genieen und Nils Frahm genau gar keine Show macht. Ein nicht gelungener Konzertabend geht ‘mal wieder auf das Konto des Muffatwerks.

Das zweite Konzert auf dieser Reise ist GoGo Penguin. Die Band kenne ich aus der Radiosendung von Jamie Cullum. GoGo Penguin sind ein Jazztrio aus Manchester und berzeugen nicht einzig durch technische Brillianz. Vor allem ihre kompositorischen Fhigkeiten sind einzigartig. Die Jazztitel sind nicht einfach nur modern auf einem Niveau von Esbjrn Svensson, sondern begeistern gleichzeitig mit einem Rhytmus, den man eher von DJs wie Bonobo oder Four Tet kennt. Ich kann die Gruppe jedem empfehlen, der einen dieser drei genannten Knstler mag. Das zweite Album mit neuen Kompositionen wird bald erscheinen, jedoch ist das erste schon einfach groartig, gibt’s auf Spotify und Soundcloud.

Das Konzert ging eigentlich genau, wie man sich ein Konzert vorstellte. Mit einem Triple bekannter Songs wurde erffnet, dann kam der Titel “Brake”, den ich auch hier heraus gesucht habe und es ging in einen gemtlichen Wechsel aus neuen und alten Songs ber. Whrend die drei Jungs so gut wie kein Wort mit dem Publikum sprachen, machten sie es doch mglich sich in der Musik ein bisschen geborgen zu fhlen. Je lnger das dauerte, desto gemtlicher wurde das Konzert. Mitten drin fhlte ich mich bereits ein wenig eingelullt und htte fast einschlafen knnen. Doch siehe da, diese Band wei, wie man ein Konzert beendet. Sie spielten zum Schluss neue und beat-lastige Stcke, die einen noch einmal fast herum springen lieen. Zu zwei Zugaben lie man sich dann auch noch bitten, wieder ohne andere Worte auer “Thank you” zu verlieren. Das Konzert war durchaus gelungen und wie gesagt, berzeugen GoGo Penguin vor allem durch Qualitt.